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Presse
 

Lachnerv des Publikums getroffen

Das neue Stück der Theatergruppe "Die Pickeldinger" lockte zahlreiche Zuschauer in den Emmerstedter Hof

Von Karen Kamrath

EMMERSTEDT. Ein gesellschaftliches Ereignis In Emmerstedt sind die alljährlichen Theateraufführungen. der Theatergruppe Die Pickeldinger" schon seit langem. Das zeigt auch die Tatsache, dass die Karten in schwindelerregender Geschwindigkeit schon kurze Zeit nach dem Erscheinen vergriffen sind.

Nachdem im vergangenen Jahr daher eine kurzfristige Zusatzvorstellung eingeschoben wurde, wurden für das diesjährige Stück gleich fünf Aufführungen vorgesehen. Auf klassische Volkstheaterstücke haben sich "die Pickeldinger" spezialisiert. So trifft auch die Posse "Bommels verrückte Heimkehr" mal wieder den Lachnerv des einheimischen und auswärtigen Publikums.

Turbulentes Geschehen

Der Schauplatz des turbulenten Geschehens (technische Leitung: Günther Griese) ist eine altmodische, allerdings mit Schulden behaftete Kneipe, deren Besitzerin Erna (gespielt von Tina Kornemann) nun schon seit zwanzig Jahren vergeblich auf ihren verschwundenen Ehemann Bonifazius Bommel wartet. Die einzige Möglichkeit für Erna, ihr Haus schuldenfrei zu machen, ist den verweichlichten Bruder der reichen Brauereibesitzerin Frieda Großkopf (Ruth Griese) zu heiraten, was die treue Frau jedoch gar nicht vor hat

Stattdessen ist die resolute, kratzbürstige Haushälterin Lotte, herrlich komisch dargestellt von Anja Griese, gar nicht so sehr abgeneigt von dem unselbstständigen und unterdrückten Erasmus, der von FrankRüdiger Jürges mit einer wünderbaren Portion Kindlichkeit ausgestattet wurde.

Gunnar Laue und Ralf Bosse als vermeintliche Landstreicher namens Boris und Johann Wolfgang von Schiller sorgten für komödiantische Höhepunkte und einige musikalische Einlagen. Auch Dörte Jürges als Wirtstochter Kathrin und Dietmar Holste als unerwartet auftretender Australier Stefan brillierten in Paraderollen.

Mit zum Teil anzüglichem Humor, treffend überzogenen Charakteren und vielen unerwarteten und überraschenden Wendungen begeisterte das Stück das Publikum und bei der beeindruckenden Spielfreude der Darsteller fielen Textunsicherheiten gar nicht mehr auf oder wurden auf jeden Fall sofort verziehen. Stattdessen wischte sich der ein oder andere Zuschauer die Lachtränen aus dem Gesicht.

In den Pausen zwischen den drei Akten hatten die Besucher dann die Möglichkeit, sich vom Lachen zu erholen und sich stattdessen von der Gastronomie des Emmerstedter Hofes bewirten zu lassen.

Erasmus steht im Mittelpunkt
Eine Szene aus dem Stück Bommels verrückte Heimkehr
Foto: Stefan Hähnsen

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Braunschweiger Zeitung





  www.pickeldinger.de