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Theatersaison 2007
Ein Blick hinter die Kulissen

Das war sie also: Die Theatersaison 2007! Und diesmal war es eine Saison, die es in sich hatte. Begonnen hatte alles relativ viel versprechend. Die Gruppe freute sich mit Gudrun und Monika über zwei Neuzugänge, die auch ein mal die Bretter, die die Welt bedeuten, betreten wollten. Dafür bat Anja darum, sich in diesem Jahr ein Auszeit nehmen zu dürfen.

Nun galt es also zu kalkulieren und das Stück für 2007 auf die neue Besetzung entsprechend abzustimmen. Dies allerdings entpuppte sich schwerer, als zunächst gedacht. Und so wurde zwar Rollenbuch für Rollenbuch Probe gelesen, ohne allerdings auf ein richtig gutes Stück zu stossen.
Wir schrieben schließlich schon Juni, als endlich das richtige Stück gefunden wurde: "Ach Du fröhliche". In unserer "Not" hatten wir auf einen Autor zurückgegriffen, von dem wir mit der unglaublichen Geschichte vom gestohlenen Stinkerkäs' und dem Damenduell bereits zwei Stücke erfolgreich aufgeführt hatten. Der Stil dieses Autors passt irgendwie zu unserer Gruppe, wie die viel zitierte Faust aufs Auge.

Einziger Haken an der Sache: Es blieben der Gruppe mal gerade 5 Monate, um das neue Stück einzuspielen! Was sich hier elendig lang anhört, ist für uns als Amateure bedingt durch die Urlaubszeit, die genau in diesen Zeitraum fällt, verdammt kurz. Wir hatten noch nie ein Stück in so kurzer Zeit einstudiert. Normalerweise fangen unsere Übungsabende im Mitte März an!
Überraschenderweise allerdings kamen wir mit den Proben gut voran und in Angesicht der kurzen Zeit kniete sich jeder mit 150% in die Angelegenheit.

Zeitsprung: Wir schreiben den 24.10.07, zwei Tage vor der Premiere. Die Schocknachricht: Ruth liegt im Krankenhaus und fällt definitiv für alle fünf Vorstellungen aus. Tja und dann stehst Du als Amateurtheater ziemlich dumm da. Eine Zweitbesetzung wie im Profibereich existiert nicht und so wurden alle Möglichkeiten durchgesprochen, um das Problem zu lösen.
Letztendlich war es Anja, die spontan zusagte, die Rolle ihrer Mutter zu übernehmen. Da nur noch zwei Tage Zeit bis zur Premiere waren, gingen wir davon aus, das Anja zumindest am ersten Wochenende mit dem Buch auf der Bühne steht und spielt.
Bei der Generalprobe aber, die wir abgestimmt auf Anja's Arbeitszeiten auf Freitagnacht 23.00 Uhr verlegt hatten, erlebten wir alle ein kleines Wunder. Anja hatte die gesamte Rolle ihrer Mutter in nur 2 Tagen komplett auswendig gelernt!!! Wahnsinn, wie uns alle Besucher des ersten Wochenendes immer wieder beteuerten.

Im weiteren Verlauf des fünf Aufführungen ging es auch nicht weniger turbulent zu: Eine Darstellerin hatte in einer Pause Kreislaufprobleme und ein Darsteller erlitt während einer Vorstellung einen doppelten Rippenbruch. Aber ansonsten war alles friedlich. :-)

Was wir an dieser Stelle nicht versäumen wollen, ist danke zu sagen. Danke an ein (wieder einmal) fantastisches Publikum, dass uns in allen Vorstellungen ganz toll unterstützte. Was wären wir ohne Euch?
Weiterhin sagen wir danke an das Team vom Emmerstedter Hof, das es uns zu jeder Tages- und auch Nachtzeit ermöglichte, auf die Bühne zu gehen und zu üben.

Wir werden diese Saison so schnell nicht vergessen und um auch Ihnen ein winzig kleinen Eindruck zu geben, habe wir an dieser Stelle mal einige wenige Bilder aufgearbeitet. Viel Spass beim Betrachten. (Zum vergrößern bitte anklicken)

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